Die besten Stories schreibt das wahre Leben

Abendfüllende Filme, spannend und mit Tiefgang, müssen nicht fiktiv sein. Das wahre Leben schreibt bekanntlich die besten Geschichten. Dass dies so ist, zeigten wieder einmal die Macher und Macherinnen der 45. Duisburger Filmwoche. Das international renommierte Festival (10. bis 14.11.2021) stand in diesem Jahr unter dem Motto „Schichten“ – Schichten sind  doppelbödig und so waren auch die Themen in diesem Jahr: es ging um Flucht, Migration, Soziales, Abstieg, Niedergang und Wandel. Meine Favoriten in diesem Jahr waren „Herr Bachmann und seine Klasse“ von Maria Speth und „We are all Detroit“ von Ulrike Franke und Michael Loeken. […]

31. Film Festival Cologne

Eine verloren gegangene Handtasche mit Goldmünzen und ein immer größer werdendes Lügengerüst bringen in dem iranischen Drama A Hero einen gerade erst erstrahlten Helden schnell zu Fall. Das ist die rasant erzählte Geschichte des Oscarpreisträgers Asghar Farhadi: Rahim will zurück zu seiner Familie und sich endlich aus dem Gefängnis frei kaufen. Ein Zufallsfund in Form„31. Film Festival Cologne“ weiterlesen

67. Oberhausener Kurzfilmtage: Filmvielfalt als Futter für die Seele

Eine fremde Kultur, ein fremdes Schicksal: Es ist nicht mehr fremd, wenn der nepalesische Filmemacher Ngima Gelu Sherpa die Kamera führt. Er erzählt in dem zwanzigminütigen Kurzfilm „nga’i nang (Home)“ seine Geschichte. Es ist seine Familie und sein sterbenskranker Vater, dem die Zuschauer im Film folgen. Der junge Sherpa, der in den europäischen Städten Lissabon, Edinburgh und Tallinn Filmregie und Produktion studierte und in Europa lebt, fliegt zurück nach Nepal, weil der Zustand seines krebskranken Vater sich verschlechtert hat. Die Fahrt zum nächsten Krankenhaus ist weit; viele Stunden sind sie unterwegs. Wir sind als Zuschauer dabei, wenn die Mutter darauf hofft, dass ein Heiler die Krankheit ihres Mannes lindert. Es folgt der Tod, des Vaters und die Trauerrituale. Der Filmemacher lässt uns dabei sein – ein bewegender Film.

Videonale goes online

Den Unwägbarkeiten im Coronaherbst 2020 konnten alle Kulturmacher eigentlich nur spontan mit dem Verschieben ins nächste Jahr begegnen. Die Entscheidung, ob man dann eine digitale Ausgabe oder analog mit Publikum plante, blieb aber auch immer eine unwägbare Entscheidung. Es war aber auch die Hoffnung da, dass irgendwann irgendwas wieder geht. Die Videonale, die sich seit„Videonale goes online“ weiterlesen

Filmfestivals in der Coronazeit? Die Macher im Revier suchen alternative Wege

Für Cineasten ist der November normalerweise alles andere als trist. Sie fiebern den Filmfestivals entgegen, die von Anfang bis Ende November jedes Jahr im Ruhrgebiet stattfinden: dazu gehören die „Duisburger Filmwoche“, das „XXS Dortmunder Kurzfilmfestival“, „Blicke“ in Bochum und das „Kinofest Lünen“. Corona hat die Festivalbetreiber eiskalt erwischt, denn so ein Filmfestival muss schon sehr früh geplant werden. Absagen will oder wollte man die Festivals deshalb nicht.

Ein kleines Trostpflaster für Cineasten

Filme, die keiner sehen kann: das ist das Schlimmste, was Filmschaffenden passieren kann. Initiatoren des „We Are One“-Festivals sind die Macher des New Yorker Tribeca-Filmfestivals. Schauspieler Robert de Niro und der Produzentin Jane Rosenthal wollten 2002 dem New Yorker Viertel „Tribeca“ mehr kulturelles Leben einhauchen und organisierten das Tribeca-Festival. In diesem Jahr musste es wegen„Ein kleines Trostpflaster für Cineasten“ weiterlesen

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