Virtueller Raum und Kinosaal: Die 68. Oberhausener Kurzfilmtage

Nach zwei Jahren Onlinefestival ist in der ersten Maiwoche 2022 endlich wieder Leben in die Fußgängerzone der Oberhausener Innenstadt eingekehrt. Das Programm der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen in diesem Jahr war zweigeteilt: Neben einem viertägigen Onlineangebot mit internationalen und deutschen Wettbewerbsfilmen gab es sechs Tage fast „normalen“ Kinogenuss (medizinische Maske war Pflicht). Die Kurzfilmtage haben sich„Virtueller Raum und Kinosaal: Die 68. Oberhausener Kurzfilmtage“ weiterlesen

Durch die Linse betrachtet

Musik und Film durch das fotografische Auge betrachtet Ausstellungstipps in Düsseldorf Richard Bellia ist ein französischer Konzertfotograf. Seine Leidenschaft für die Fotografie fand er über die Musik. Angefixt in den 80er Jahren durch die bunten Bilder in Musikmagazinen, lichtete er so ziemlich alle Größen der Zeit zwischen Punk, Grunge und Hip Hop ab: Von Joy„Durch die Linse betrachtet“ weiterlesen

Die besten Stories schreibt das wahre Leben

Abendfüllende Filme, spannend und mit Tiefgang, müssen nicht fiktiv sein. Das wahre Leben schreibt bekanntlich die besten Geschichten. Dass dies so ist, zeigten wieder einmal die Macher und Macherinnen der 45. Duisburger Filmwoche. Das international renommierte Festival (10. bis 14.11.2021) stand in diesem Jahr unter dem Motto „Schichten“ – Schichten sind  doppelbödig und so waren auch die Themen in diesem Jahr: es ging um Flucht, Migration, Soziales, Abstieg, Niedergang und Wandel. Meine Favoriten in diesem Jahr waren „Herr Bachmann und seine Klasse“ von Maria Speth und „We are all Detroit“ von Ulrike Franke und Michael Loeken. […]

31. Film Festival Cologne

Eine verloren gegangene Handtasche mit Goldmünzen und ein immer größer werdendes Lügengerüst bringen in dem iranischen Drama A Hero einen gerade erst erstrahlten Helden schnell zu Fall. Das ist die rasant erzählte Geschichte des Oscarpreisträgers Asghar Farhadi: Rahim will zurück zu seiner Familie und sich endlich aus dem Gefängnis frei kaufen. Ein Zufallsfund in Form„31. Film Festival Cologne“ weiterlesen

Gib deinem Leben einen Gin!

Ein Ginrezept wird zum Mordmotiv. Im Roman „Gin des Lebens“ von Journalist und Restaurantkritiker Carsten Sebastian Henn passiert nicht nur ein Mord, man erfährt auch jede Menge über das, was einen guten Gin ausmacht, welche Zutaten hineingehören (inklusive „Störer“), wie er hergestellt wird und man den Wacholderspirit am Besten trinkt. Angetrieben von der Unzufriedenheit seiner„Gib deinem Leben einen Gin!“ weiterlesen

Mehr als nur ein Hauch von Sommer – Lesetipps, die den Sommer verlängern

Vielen von uns war der Sommer in diesem Jahr vielerorts zu kühl und zu nass. Jetzt ist er meteorologisch Ende August zu Ende gegangen, kalendarisch dauert er etwas länger. Wir alle hoffen noch auf einige schöne, warme Tage. Wer den Sommer noch weiter in die Länge ziehen möchte, für den haben wir zwei Lesetipps, in denen der Sommer thematisiert wird:  Im „Sommerhaus am See“ von Thomas Harding geht es um eine Sommerresidenz in Berlin, die über 100 Jahre für fünf verschiedene Familien ein Sehnsuchts- aber auch Zufluchtsort war. Das Sommerhaus – es ist ein geschichtsträchtiger Ort, denn mit den politischen Veränderungen in Deutschland, zogen Familien ein- oder aus und veränderten nicht nur sich selbst im Laufe der Zeit, sondern auch die Gestalt des Hauses. In „Sommer der Träumer“ von Polly Samson reist die junge Engländerin Erica Hart mit ihrem angehenden Schriftsteller-Freund Jimmy nach Hydra, einer 65 Kilometer südwestlich von Athen entfernten Insel: ein Zufluchtsort für viele Aussteiger, Künstler, Vagabunden und Tagträumer in den 1960er Jahren.

Edel, elegant und royal: Auch Bochum hat Königskinder

Wer blickt schon nach England, Belgien oder den Niederlanden, wenn es auch hierzulande Königskinder gibt. Ulrike Königs geschickte Hände sorgen dafür, dass es immer mehr davon in Bochum gibt. Ihre kunstvoll hergestellten Holzfiguren aus Edelholz sind unverkennbar; sie sind Unikate. Ihre Figuren blicken schelmisch und wirken leichtfüßig. Ein Lächeln in das Gesicht des Betrachters zaubern – das können daher nur diese Königskinder. Sie heißen so, weil es eben Königs Kinder sind. Und weil die Figuren so besonders sind, finden sie weltweit Abnehmer. Ich habe die Künstlerin in ihrem Bochumer Atelier besucht und ihr bei der Arbeit über die Schulter geschaut.

Brauereitour zu Hause

Toer de Geuze at home Am ersten Maiwochenende 2021 sollte eigentlich die 13. Ausgabe der Toer de Geuze im belgischen Payottenland und Sennetal starten. Doch diese schöne „Bier-Sause“ musste dieses Jahr leider ausfallen, wurde aber kurzerhand durch eine wirklich professionelle digitale Ausgabe ersetzt, die Anfang Juni online ging. Mit Breandán Kearney (Belgian Smaak) und Liselot„Brauereitour zu Hause“ weiterlesen

Darf es mal wieder ein Sachbuch sein? Unsere Büchertipps für diesen Frühling

Wir werden euch ab jetzt regelmäßig aktuelle und interessante Bücher vorstellen.  Und diese werden wir natürlich sorgfältig für euch auswählen! Weil wir absolute Leseratten sind, lesen wir die Bücher auch immer bis zur letzten Seite durch. Anschließend folgt eine ehrliche Bewertung.
Meine Favoriten für dieses Frühjahr: „Sophie Scholl: Es reut mich nichts“ von Robert M. Zoske und „Ein Bauch lustwandelt durch Wien“ von Vincent Klink.

67. Oberhausener Kurzfilmtage: Filmvielfalt als Futter für die Seele

Eine fremde Kultur, ein fremdes Schicksal: Es ist nicht mehr fremd, wenn der nepalesische Filmemacher Ngima Gelu Sherpa die Kamera führt. Er erzählt in dem zwanzigminütigen Kurzfilm „nga’i nang (Home)“ seine Geschichte. Es ist seine Familie und sein sterbenskranker Vater, dem die Zuschauer im Film folgen. Der junge Sherpa, der in den europäischen Städten Lissabon, Edinburgh und Tallinn Filmregie und Produktion studierte und in Europa lebt, fliegt zurück nach Nepal, weil der Zustand seines krebskranken Vater sich verschlechtert hat. Die Fahrt zum nächsten Krankenhaus ist weit; viele Stunden sind sie unterwegs. Wir sind als Zuschauer dabei, wenn die Mutter darauf hofft, dass ein Heiler die Krankheit ihres Mannes lindert. Es folgt der Tod, des Vaters und die Trauerrituale. Der Filmemacher lässt uns dabei sein – ein bewegender Film.

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